Was ist eine beglaubigte Übersetzung?

Deutschland

Mit den entsprechenden Qualifikationen kann sich ein Übersetzer am Landgericht seines Wohnortes beeidigen lassen. Die Beeidigung gilt bundesweit, auch wenn der Übersetzer seinen Wohnort wechselt. Ist ein Übersetzer beeidigt kann er Übersetzungen beglaubigen. Dazu bringt er den Beglaubigungsvermerk, seinen Rundstempel sowie seine Unterschrift auf der Übersetzung an.

Der Beglaubigungsvermerk besagt, dass die Übersetzung richtig und vollständig ist, und ob dem Übersetzer das Original des Dokuments vorgelegt wurde. Die Bezeichnung „beeidigt“ bzw. „vereidigt“ (in Bayern) sind gesetzlich geschützt. Nur öffentlich bestellte und allgemein beeidigte Übersetzer haben das Recht ihre Übersetzungen zu beglaubigen.

Großbrittanien

In Großbrittanien reicht für die Zulassung zum Übersetzer die Mitgliedschaft in einem anerkannten Übersetzerverband. Eine separate Beglaubigung ist nicht notwendig.

Rumänien

In Rumänien kann man sich mit den entsprechenden Qualifikationen als Übersetzer beim Justizministerium anerkennen lassen und am Landgericht seines Wohnortes registrieren lassen.

Wenn ein beglaubigter Übersetzer eine Übersetzung angefertigt hat, so muss dieser vor einem Öffentlichen Notar diese Unterschreiben. Der Notar bestätigt dann auf der Rückseite der Übersetzung, dass es sich dabei um eine beglaubigte Übersetzung handelt.